Zerstörungsfreie Prüfung im geschlossenen Zustand von Plattenwärmetauschern

Diese Leckageprüfungsmethode simuliert die Produktionsbedingungen durch Verwendung von Wasser als Trägerflüssigkeit. Defekte, die im Wärmetauscher Kreuzkontaminationen zwischen Medienanschlüssen und warmer Seite verursachen, werden lokalisiert, indem zurück-verfolgbare Flüssigkeiten mit Druck durch Risse und Nadellöcher bis zu einer Größe mindestens 5 μm geleitet werden. Werden während der Inspektion Defekte ausfindig gemacht, können mit dieser Methode Defekte im Wärmeaustauscher in 5-20 Platten lokalisiert werden. Dient als Dokumentation in Ihrem HACCP-Plan, durch die bestätigt wird, dass sich Ihre Anlage in einem sicheren Zustand befindet.

Inhalt der Leckageprüfung von AKK
  • Drucktest auf beiden Seiten, um Defekte festzustellen, welche im Inneren des Wärmeaustauschers Kontaminationen verursachen.
  • Lokalisierung von Defekten im Wärmeaustauscher ohne Notwendigkeit der Demontage.
  • Sichtkontrolle zugänglicher Ein- und Auslässe, um defekte Dichtungen und Rückstände zu lokalisieren.
  • Sichtkontrolle des Äußeren des Wärmeaustauschers, um Rückstände ausfindig zu machen, die auf Leckagen im Wärmeaustauscher hinweisen.
Das Prüfverfahren bietet folgende Eigenschaften und Vorteile:
  • Prüfung zerstörungsfrei im geschlossenen Zustand
    Für die Durchführung der Prüfung müssen Plattenpakete oder Rohrmodule weder vor noch nach der Prüfung geöffnet werden. Das Material wird geschont und Zeit gespart
  • Hohe Genauigkeit
    Das Verfahren ermöglicht die Messung des Prüfmittels im Bereich von 0,01 ppb. Kleinste Durchbrüche im μm-Bereich werden zuverlässig gefunden.
  • Keine Trocknung notwendig
    Einige Prüfverfahren zur Überprüfung von Kreuzkontaminationen setzen voraus, dass die zu prüfenden Sektionen vollständig entwässert und getrocknet werden. Bei der Methode wird Wasser als Trägermedium verwendet, womit dieser Schritt nicht erforderlich ist.
  • Undichtigkeiten nach Außen
    Undichtigkeiten nach Außen werden über ein fluoreszierendes Prüfmedium zuverlässig identifiziert und haben zeitgleich keine Auswirkung auf die Prüfung der inneren Dichtigkeit (Messung einer möglichen Kreuzkontamination)
  • Reproduzierbarkeit und Produktnähe
    Als Trägermedium wird unbehandeltes Wasser unter Zugabe eines zugelassenen Prüfmittels verwendet. Wasser ist nicht komprimierbar und stellt mengenmäßig den größten Bestandteil der Produkte dar, welche täglich über Wärmetauscher verarbeitet werden. Ein genau vorgeschriebener Prüfablauf simuliert durch Druckwechsel und Druckhaltephasen den Produktionsprozess. Dies schafft maximale Produktnähe und Reproduzierbarkeit
  • Lokalisation von Anzeigenbereichen
    Gemessene Kreuzkontaminationen können dank feinst abgestimmter Messtechnik bei Plattenwärmetauschern auf +/- 5 Platten genau und bei Röhrenwärmetauschern auf das Modul genau lokalisiert werden.
  • Planbarkeit
    Die Prüfung ist genau nach den Anforderungen des Betriebsablaufs planbar und mit einem Zeitaufwand von wenigen Stunden sehr effizient.
  • Dokumentation
    Alle Prüfungen und Ergebnisse werden in einem auditkonformen Prüfbericht festgehalten und über das Online-Reportingsystem archiviert. Jeder Kunde kann hier 24/7 seine Prüfberichte einsehen, downloaden und eigene Kommentare hinzufügen. Ein wichtiges und praktisches Tool zur Planung weiterer Maßnahmen und Prüfungen.
  • Auditkonform
Dichtigkeitsprüfungsprüfung / Messung einer Kreuzkontamination

Das Verfahren zur Überprüfung der Dichtigkeit deckt zwei Teilbereiche gleichzeitig ab. Zum einen die Prüfung auf Dichtigkeit nach außen und zum anderen die Prüfung auf eine mögliche bestehende Kreuzkontamination durch Plattendurchbrüche (Bei Rohrbündelwärmetauschern Rohrdurchbrüche). Dazu werden an der zu prüfenden Anlage lediglich die Rohrverbindungen der einzelnen Zu- und Abläufe der Sektionen getrennt und die Prüfstation angeschlossen. Es können i.d.R. alle Sektionen des Wärmetauschers über Koppelschläuche verbunden und gemeinsam geprüft werden.

Dazu wird zunächst ein Kreislauf aller Energiemedien-führenden Sektionen bzw. aller „unsterilen“ Sektionen geschlossen und dieser mit Wasser gefüllt, genannt: Sendeseite. Der Kreislauf zirkuliert jetzt unter Zugabe eines zugelassenen Prüfmittels über die erste Pumpe der Prüfstation.

Der zweite, über die Prüfstation, geschlossene Kreislauf umfasst alle produktführenden bzw. „sterilen“ Sektionen und wird ausschließlich mit klarem Wasser gefüllt, genannt: Messseite. In diesem Kreislauf sind zusätzlich die sensiblen Messeinheiten integriert, welche kontinuierlich die Konzentration des Prüfmittels im Wasser misst.

Wenn beide Kreisläufe stabil im Gegenstrom zirkulieren, startet der Prüftechniker mit dem Prüfprogramm in dem er auf der Sendeseite verschiedene Druckwechsel und Druckhaltephasen einstellt und beobachtet. Während der Druckhaltephasen inspiziert der Prüftechniker die Dichtigkeit nach außen durch Ableuchten des gesamten Paktes mittels UV-Lampe (365nm WL, 10 Watt/cm²). Das sich in Leckage-Stellen befindliche Prüfmittel wird durch die UV-Strahlung angeregt und sichtbar. Nach erfolgreichem Ablauf des Programms wird die Messung der Prüfmittelkonzentration auf der Messseite gestartet. Sofern über eine Leckage (Haarriss, Korrosion…) eine kleinste Menge der Prüfmittellösung von der Sendeseite in den Wasserstrom der Messseite gedrückt werden konnte, wird diese nun von der integrierten Messeinheit erfasst, gemessen und über einen Memographen dokumentiert. (sieh Messkurven Abb.:)
Über verschiedene notwendige Parameter ist es nach positiver Messung einer Kreuzkontamination möglich, die verursachende Platte bis auf +/- 5 Platten genau zu lokalisieren. Beim Ausbau dieser Platten können die Defektbereiche mittels Farbeindringverfahren exakt auf der Platte bestimmt werden.

Da Risse und Durchbrüche im Material häufig keilförmige Strukturen aufweisen, besteht jede Prüfung aus grundsätzlich 2 Durchläufen, d.h. dass nach dem ersten Prüfdurchlauf die Sende- und Druckseite getauscht und die gesamte Prüfung wiederholt wird. Somit können beide mögliche Wege einer Kreuzkontamination: Medium in Produkt und Produkt in Medium erfasst werden. Um falsch-positive Anzeigen direkt zu vermeiden, wird bei der zweiten Prüfung ein anderes Prüfmittel eingesetzt als bei der ersten.

Sofern eine Kreuzkontamination gemessen und der Defektbereich lokalisiert wurde, erfolgt der Austausch der defekte(n) Platte(n) oder Module mit anschließender erneuter Prüfung.

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Angeschlossene Prüfstation mit zirkulierender Prüflösung
Riss unter Lupenaufnahme
Riss sichtbar durch Farbeindringverfahren
Keilförmiger Durchbruch einer Austauscherplatte
Durchbruch einer Kontaktstelle einer Austauscherplatte
Lokalisierung des defekten Austauscherrohrs in einem Röhrenmodul, die mit grünem Prüfmittel gefluteten Röhren sind defekt. Prüfmittel gelangt vom Mantel in den produktführenden Bereich
Prüfdiagramm mit gemessener Kreuzkontamination. Die grüne Linie zeigt die Konzentration des Prüfmittels, die blaue Linie zeigt den Druckverlauf des Prüfprogramms